Die größten Hygiene-Mythen - Teil 1

Beim Thema Hygiene halten sich viele hartnäckige Mythen oder Halbwahrheiten zum Thema Hygiene. Doch was ist an den bekanntesten Hygiene-Mythen wirklich dran? In unserer Serie klären wir auf, was Fakt ist uns was wirklich nur ein Mythos.

1. Geldscheine und Münzen sind ideale Überträge für Bakterien

Das ist so nicht unbedingt wahr, denn das in Geldmünzen enthaltene Kupfer wirkt antibakteriell und verhindert so eine Besiedlung mit Bakterien. Daher sind auch die 1-, 2- und 5-Cent Münze noch sicherer. In Japan geht man dennoch auf Nummer sicher, die dortigen Geldautomaten erhitzen das Kleingeld vorher mit Heißluft auf 200 Grad und desinfizieren es dadurch. Untersuchungen haben gezeigt, daß auf Geldscheinen zwar Bakterien zu finden sind, jedoch so wenige, dass für Menschen keine Gefahr besteht.

2. Der schmutzigste Ort in der Wohnung ist die Toilette

Bakterien bevorzugen warme und feuchte Umgebungen, der Toilettensitz ist jedoch trocken und kühl. Deutlich gefährlicher ist zum Beispiel der Kühlschrank und vor allem der Spüllappen. Dieser ist oft feucht und bietet somit die Grundlage, dass sich Bakterien vermehren können.

3. In der Tiefkühltruhe werden Bakterien abgetötet

Ab -18° Celsius hören Bakterien auf sich zu vermehren und stellen ihre Lebensprozesse ein. Ein Hygiene-Mythos sagt, dass sie dadurch abgetötet werden, doch das ist falsch. Sobald die Lebensmittel wieder aufgetaut sind, steigt auch die Zahl der Bakterien wieder an. Man kann davon ausgehen, dass sich die Bakterienzahl bei normaler Zimmertemperatur alle 20 Minuten verdoppelt.